Die Welt hat ein Plastikproblem.

Polyester ist mittlerweile das am häufigsten verwendete Material in der Modeindustrie. Es gehört, wie Nylon und Acryl, zu den Plastikfasern. 👕🙇🏻‍♀️

Jährlich versinken rund zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen – Tendenz steigend. Konzerne von Adidas bis H&M geben vor, Plastikflaschen auch aus dem Ozean zu recyceln. 🌊🐳 Doch Kritiker bemängeln, dass die Umweltbilanz dadurch nicht unbedingt besser wird. 🙅🏼‍♀️

PET-Flaschen, Verpackungen oder Fischernetze werden an Stränden gesammelt oder aus den Ozeanen gefischt, zerkleinert, gereinigt, eingeschmolzen und zu Garn verarbeitet. 🧶

☝🏻 „Der Grundgedanke ist natürlich nicht schlecht, aber langfristig ist der Umweltnutzen eher gering“, sagt Thomas Fischer, Leiter für Kreislaufwirtschaft bei der Deutschen Umwelthilfe. 💭 Der Recyclingprozess sei sehr aufwendig, und besonders chemisches Recycling energieintensiv, das Material möglicherweise auch gesundheitlich bedenklich. Plastik, das jahrelang in den Meeren geschwommen ist, kann erheblich mit Schadstoffen belastet sein. 🗑🏭 „Wir zweifeln an, ob die Qualität zur Herstellung von Textilien taugt“, erklärt Fischer. „Es ist nicht ohne Weiteres möglich und kostenintensiv, die Schadstoffe aus dem Material zu trennen. In Ozeanplastik wurden etwa Pestizide nachgewiesen, die seit Jahrzehnten verboten sind.“ 🌎🚯



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